P R I V A T

Wir stellen uns vor:

Kerstin Fürchtenicht

Ich bin Kerstin und ich lebe mit der Krankheit "Swyer-James-Syndrom", was 2007 bei mir diagnostiziert wurde. Bin im März diesen Jahres (2014) 17 Jahre geworden und wohne mit meiner Mutti in Dresden. Geboren bin ich in Höxter (Nordrein-Westfahlen) und mein leiblicher Vater, Rainer Fürchtenicht, lebt in Schieder-Schwalenberg (Nordrein-Westfahlen). Obwohl ich sein einziges Kind bin, zeigt er keinerlei Interesse an mir. Noch nie habe ich eine Geburtstagskarte oder gar einen Anruf von ihm bekommen. Bei Facebook ist er zwar auf meiner Freundesliste ersichtlich, doch haben wir keinerlei Kontakt miteinander, außer bei Facebook-Spielen.
Obwohl es nicht besonders toll ist, ohne Vater aufzuwachsen, habe ich mich daran gewöhnt und auch abgefunden. Die wichtigste Bezugsperson in meinem Leben ist meine Mutti, denn sie ist immer für mich da, kennt meine Höhen und Tiefen und ist für mich zugleich die beste Freundin auf der Welt. Einen großen Bruder habe ich auch, er ist 13 Jahre älter als ich und wohnt zurzeit außerhalb von Dresden. Wir haben uns sehr lieb und sind immer füreinander da.
Dazu kommen noch bestimmte Freunde, die mir sehr wichtig sind, weil sie mich in meinem bisherigen Leben stets begleiten und mir in vielen Dingen helfen oder schon geholfen haben. Birgit, meine Patentante, die seit meiner Geburt immer, zu Geburtstagen, Weihnachten oder zu anderen Anlässen immer an mich denkt und mir so manche Überraschungen zukommen lässt, Mike, der mir mit 8 Jahren Fahrradfahren beigebracht hat und für mich oft wie ein väterlicher Freund ist, Heike, die für mich wie eine große Schwester oder eine Ersatzmutti ist, weil sie ebenfalls immer für mich da ist und mir bei meiner Krankheit, durch spezielle Therapien, immer beiseite steht. Dann gibt es noch Claudi und natürlich möchte ich meine liebe Omi Ilse nicht vergessen, die uns stets unterstützt und uns hilft, wenn wir mal Kummer oder Sorgen haben.
Außerdem habe ich noch Schulfreunde und meine altersentsprechende, beste Freundin Cathy. Leider wohnt sie viele km von mir entfernt, trotzdem haben wir immer Kontakt miteinander und ich hoffe, dass es in der Zukunft so bleibt.
Wir, meine Mutti, mein Bruder und ich, sind 2001 nach Dresden gezogen, denn die 8 jährige Ehe meiner damaligen Eltern ist gescheitert und wurde 2002 geschieden. Der Grund dafür war, dass meine Mutti alle Sorgen und Probleme allein hatte, täglich über 18 Stunden Heimarbeit ausübte, sich allein um Haushalt, Haus, Kinder und Finanzen kümmern musste. Unterstützungen hatte sie nur von ihren damaligen beiden Freundinnen Monika und Birgit. Dazu kam die Situation mit meiner Krankheit.
Was meine Krankheit betrifft, so habe ich schon seit Anfang des zweiten Lebensjahr Atemwegsbeschwerden. Bemerkbar machten sich die Beschwerden mit schweren hintereinander folgenden Infekten und mehreren Lungenentzündungen, die ab dem 3. Lebensjahr als Asthma und Chronische Bronchitis diagnostiziert wurden.
Um den Alltag besser meistern zu können, zogen wir, meine Mutti, mein Bruder und ich im Mai 2001 zurück nach Dresden, wo wir uns ein neues Zuhause aufbauten. Doch schon ein Jahr später kam die große Flut und wir verloren unsere Wohnung, mit "Allem" was wir hatten. Nach einem Neuanfang kam ich in den Kindergarten und mit 7 Jahren wurde ich eingeschult und ging dann bis zur 4. Klasse in die Grundschule. Auf Grund meiner vielen Ausfallzeiten durch Krankheit musste ich dann ab 5. Klasse auf die Förderschule für Körperbehinderte, was mir jedoch bis jetzt sehr gut tat. Ich gehe sehr gern in die Schule, obwohl es mir nicht immer leicht fällt, allen Anforderungen gerecht zu werden. Ich benötige meist längere Zeit, um alle Dinge zu verstehen oder mich mündlich auszudrücken. Ich bin ein freundliches, hilfsbereites und ein sehr emotionales Mädchen, was gern lacht und gern mit Freunden zusammen ist. Meine Interessen sind Zeichnen, Keyboard spielen, Nähen, Fahrradfahren, kreative Gestaltung und sitze gern an meinem PC, um "Sims" zu spielen oder um Präsentationen zu machen. Mein Berufswunsch wäre Modedesignerin, doch ist dieser Wunsch durch meine Krankheit vorerst nicht realisierbar, deshalb habe ich mich entschlossen, nach Beendigung meiner 10jährigen Schullaufbahn den Hauptschulabschluss nachzuholen und dann weiter eine Ausbildung als Bürohilfe oder Mediengestalterin fortzusetzen. Voraussetzung dafür ist jedoch, dass sich meine Krankheit weiter so stabil hält, sie sich nicht verschlimmert und ich den Hauptschulabschluss erreiche.
Im Juli 2014 beende ich nun die Schulzeit auf der Förderschule für Körperbehinderte und beginne meine weitere Schullaufbahn im BVJ Dresden.


Evelyn Fürchtenicht

Mein Name ist Evelyn, 1955 in Dresden geboren und ich habe unserer Webseite ins Leben gerufen. Ich bin Autor, Gestalter und Hersteller dieser Homepage und werde versuchen, sie immer zu pflegen. Später wird es einmal Kerstin übernehmen.
Ich bin seit 2002 geschieden, Mutter zweier Kinder und wohne mit meiner Tochter zusammen in Dresden. 1961 kam ich in die Schule und absolvierte 1971 die 10. Klasse.
Danach begann ich eine Lehre als Verkäuferin und schloss diese erfolgreich, als "Diätfachverkäuferin", ab. Von der Lebensmittelbranche wechselte ich zum Heimwerker, wo ich mir viele handwerkliche und geschäftliche Dinge aneignete.
Leider musste ich jedoch aus gesundheitlichen Gründen meinen Beruf aufgeben, wechselte in eine Großküche und später ins Büro.
Um meine berufliche Laufbahn zu verbessern, ging ich noch einmal für 2 Jahre auf Schule und erwarb somit meinen Abschluss als Wirtschaftsleiterin (heute Gaststätten - und Hotelleiterin).
Viele Jahre war ich dann als Leiterin im Büro für die gesamte Arbeiterversorgung im Betrieb tätig, übernahm 1983 eine Betriebskantine, die ich mit zwei Mitarbeiterinnen neu aufbaute.

1984 wurde mein sehnsüchtigster Wunsch erfüllt, denn mein Sohn wurde geboren. Danach war ich zwei Jahre zu Hause und genoss die Mutterrolle in vollen Zügen. Ich war sehr glücklich und zufrieden, gab meinem Sohn alle Liebe und Freizeit der Welt, und stieg 1987 wieder ins Berufsleben ein.


Um für meinen Sohn weiter da zu sein, übernahm ich eine Betriebsverkaufsstelle von der "HO" (Handelsorganisation der Waren der täglichen Bedarfs) , die nur von 8.00 Uhr bis 14.00 Uhr geöffnet war. Außerdem war diese Verkaufsstelle eine große Herausforderung für mich, denn ich konnte sie von Anfang an neu aufbauen, angefangen vom Aufräumen der Malerarbeiten, über Bestellung von Möbel und Wareninventar bis hin zum Verkauf und der gesamten Abrechnung. Die Arbeit machte mir sehr viel Spaß, denn ich war bei allen Arbeitern sehr beliebt und machte dadurch großen Umsatz.

Meinen Sohn konnte ich 6.00 Uhr in den Kindergarten schaffen und 14.30 Uhr konnte ich ihn wieder abholen. Bürosachen, wie Abrechnungen usw. nahm ich dann mit nach Hause. So blieb genügend Zeit für meinen Sohn und mich übrig. Leider löste sich die "HO" im Jahr 1990 auf und die Verkaufsstelle wurde geschlossen. Um diese Filiale selbständig weiterzuführen fehlten mir die finanziellen Mittel. Viele Betriebe mussten durch die Wende, wegen Insolvenz geschlossen werden und so bekam ich einen Job bei der Stadtverwaltung Dresden, in der Personalabteilung. Innerhalb eines Jahres lernte ich dann einen Mann kennen, mit dem wir dann eine Familie gründeten. So zog ich von Dresden nach Schwalenberg (Nordrein-Westfahlen), heiratete das dritte Mal und bekam 1997 meine Tochter. Von 1991 bis 2002 machte ich dann täglich ca. 10 bis 12 Stunden Heimarbeit.

Probleme häuften sich, angefangen von Privat über gesundheitlich, bis finanziell, so dass ich nach 8 Jahren Ehe mit meinen beiden Kindern zurück nach Dresden zog. Mit zwei Kinderzimmer und einigen persönlichen Dingen, versuchten wir einen Neuanfang, was mir auch gut gelang. Doch nach einem Jahr Erholung kam die Jahrhundertflut und nahm man uns alles Hab und Gut, was wir uns unterdessen wieder aufgebaut haben, weg. Obwohl wir damals "Nichts" mehr hatten, außer uns selbst, ging das Leben weiter. Mit viel Kraft und fremder Unterstützung fingen wir von vorn an. Doch mit einem festen Arbeitsplatz war es seitdem vorbei. Die Krankheit meiner Tochter und die ganzen entstandenen Probleme und Sorgen machte es unmöglich, dazu kamen eigene Gesundheitsprobleme, mit denen ich bis zum heutigen Tag zu kämpfen habe. Um jedoch aus der finanziellen Notlage immer wieder herauszukommen, nahm ich viele kleinen Minijobs (Putzen und Altenpflege) an, die ich bis 211 ausübte. Seitdem bin ich nicht mehr in der Lage, stundenweise arbeiten zu gehen.

Was die Liebe und Partnerschaft in meinem Leben betrifft, so war ich nie auf Rosen gebettet und musste viele Tiefen ertragen. Es gibt einen Menschen, der mir sehr vertraut und mein bester Freund ist, doch ich habe es leider nie geschafft, meinen Traumwunsch zu erfüllen, und mit einem Mann über 30 Jahre glücklich verheiratet zu sein. Was meine Person und meine Interessen betrifft, so kann ich nur sagen, dass ich für diese Welt zu gut und zu anspruchslos bin, so dass ich in meinem ganzen Leben oft ausgenutzt wurde. Ich habe immer nach dem Motto gelebt: " Geben heißt Leben", doch gelebt habe ich nie. Habe immer gekämpft und nie aufgegeben und daran wird sich wohl auch nichts ändern.

Meine Interessen waren immer: meine Familie, mein Beruf, das Tanzen, alles was mit Handarbeit zu tun hat, Kochen, Dekorieren und Umgang mit Menschen. Geblieben sind mir meine über alles geliebten Kinder und meine Mutti, das Kochen und das Interesse an meinem PC.


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